U. Häßler @ 2010-02

Canon Mark IV 1D

Es sind die Kleinigkeiten, die hoch zählen: Canon hat den Tasten der EOS 1D einen festeren Druckpunkt mitgegeben. Nach einer Stunde im Schnee mit klammen kalten Händen weiß jeder Fotograf diese Aufmerksamkeit zu schätzen.

Nicht nur ein größerer Sensor unterscheidet die Liga der Vollformat-SLRs von der breiten Palette der APS-C-Kameras. Hier stehen wir vor einer hochspezialisierten Technik, die wie bei der Mark IV 1D für die Präzision und die hohe Geschwindigkeit für Action-, Wildlife- und Sportfotografie sorgt.

Schon vor der ersten Aufnahme hinterlässt die Canon Mark IV EOS-1D einen bleibenden Eindruck – mit einem Gewicht von fast 1,2 kg ohne Akku und Objektiv. Der Handgriff mit dem großen Akku ist bei der Canon EOS 1D bereits fest eingebaut, das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung ist vor Wetter und Staub geschützt.

Dennoch ist die neue EOS 1D kompakt und das Design ist durchdacht, so dass auch kleine Hände kein Problem haben, alle Tasten schnell und sicher zu erreichen. Selbst wenn der Akku und eine »kleine« Festbrennweite wie das Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM-Objektiv mit einem weiteren Kilo hinzukommen, überspielen die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Autofokus das stattliche Gewicht im Handumdrehen.

Aber Hallo – was sehen wir denn da im dritten Beispielbild aus der Mark IV 1D? Um die feinen Speichen des Fahrrads bilden sich cyanfarbige Ränder – eine klassische chromatische Aberration. Abblenden auf f2,8 reicht beim Canon EF 85 mm mit der sagenhaften Offenblende von 1:1,2 nicht immer aus. Bei so feinen Strukturen wie den Radspeichen hätten es noch ein oder zwei Blenden kleiner sein dürfen.

Auf den ersten Blick sind Änderungen zum Vorgänger, der EOS D1 Mark III, kaum sichtbar. Zu den neuen inneren Qualitäten gehören die verbesserten ISO-Leistungen, mehr Kreuzsensoren für den Autofokus, ein hoch auflösendes Display und Full HD-Video. Die Auflösung ist mit 16,1 MP um rund 60% höher als beim Vorgänger.

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Seite an Seite verrät nur das Mikrofon, ob es sich um die neue Mark IV oder den Vorgänger, die Canon EOS Mark III 1D handelt.

Die sagenhafte Burst-Rate hat sich zwar gegenüber der EOS D1 Mark III kaum verändert, aber immerhin muss die D1 Mark IV jetzt 16,1 MP »wegstecken«.

Mark IV 1D Mark III 1D
April 2007
Mark III 1Ds
APS-H (27,9 × 18,6 mm)
CMOS-Sensor
APS-H (28.7 x 18.7 mm)
CMOS-Sensor
Vollformat
CMOS-Sensor
4896 x 3264
16.1 MP
3888 x 2592
10.1 MP
5616 x 3744
21.1 MP
45 Autofokusfelder,
davon 39 Kreuzsensoren (bei F2.8)
45 Autofokusfelder,
davon 19 Kreuzsensoren (bei F2.8)
45 Autofokusfelder,
davon 19 Kreuzsensoren (bei F2.8)
10 Frames/s max 121 JPEG oder 28 RAW 10 Frames/s max 110 JPEG oder 30 RAW 5.0 bzw. 3.0 Frames/s
max. 56 JPEG Large/Fine
ISO 100 – 12800
in Schritten von 0.3 o. 1.0 EV (L: 50)
(H1: 25600, H2: 51200, H3: 102400)
ISO 100 – 3200 in Schritten von 0.3 EV
(L: 50, H: 6400)
ISO 100-1600
(L:50, H:3200)
3.0″-LCD-Monitor,
920,000 Pixel
160° Betrachtungswinkel
3“-LCD-Monitor,
230.000 Pixel
3“-LCD-Monitor,
230.000 Pixel
MOV (Video: H.264, Sound: Linear PCM)
1920 x 1080 (30, 25, 24 fps)
156 × 157 × 80 mm 156 x 157 x 80 mm 150 x 160 x 80 mm
1180 g (ohne Akku & Karte)
1230 g mit Akku
1335 g (ohne Akku & Karte) 1,2 kg (ohne Akku & Karte)

Präzision und Geschwindigkeit

Die Qualität eines Vollformats entwickelt sich nicht einfach aus dem größeren Sensor – die Geschwindigkeit und Präzision des Autofokus spielen die ausschlaggebende Rolle bei der Frage, wie groß die Ausbeute an verwertbaren Aufnahmen sind.

Canon hat wieder zugunsten des APS-H-Sensors in der neuen EOS 1D entschieden. Ein Grund dafür mag sein, dass der Sensor, der etwas kleiner als ein Vollformatsensor ist, zur hohen Geschwindigkeit der D1-Serie beiträgt. Tatsächlich ist die Canon EOS 1D Mark IV für Sportfotografen und Bildreporter aufgerüstet, die in Bruchteilen von Sekunden unwiederbringliche Momente festhalten müssen. Mit bis zu 10 Frames pro Sekunde und 121 Aufnahmen in Serie im JPEG-Modus soll die neue Canon EOS 1D sicherstellen, dass die Überquerung der Ziellinie bei der Europameisterschaft genauso sicher im Kasten ist wie die Bilder aus der Mitte des Schneesturms – Geschwindigkeit unter allen Bedingungen ist Trumpf.

Mehr über »Canon Mark IV 1D«

Anmerkungen von Besuchern »

  1. Pingback by Der Schnee von gestern: Viel Wind um Daisy | Notizen aus der Provinz — 29. Juni 2010 @ 09:48

    [...] Das kleine Jagdschloss kurz vor Schloss Bloemersheim Aufnahmen mit der nagelneuen Canon Mark IV und dem super F1,8 85 mm. [...]


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Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.