Was ist eigentlich Straßenfotografie?
Straßenfotografie zeigt das Leben im öffentlichen Raum, auf Straßen und Plätzen, und zeigt die Straße als Bühne des Lebens, belebt und ruhig, mit und ohne Protagonisten. In Frankreich und Amerika hat die Straßenfotografie (Street Photography) eine lange Tradition

Herrliches Streiflicht am späten Nachmittag verleiht einer Gasse in Lissabon eine unvergleichlich romantische Stimmung
Straßenfotografen sind immer auf der Suche nach Spuren des (zumeist urbanen) Lebens, aber auch in entlegenen Dörfchen kann Straßenfotografie enstehen, denn auch hier gibt es öffentlichen Raum, der sich fotografisch untersuchen lässt.
Es gibt keine festgelegten Regeln für die Straßenfotografie, doch kann man sich sicher darauf einigen, dass sie eher dokumentarische Fotos zeigen soll und keine Inszenierungen. Dabei kann der Stil durchaus rauh oder zart und luftig sein, jeweils der Situation angemessen, und Feintuning duch Bildbearbeitung ist erlaubt.
Tipps für angehende Straßenfotografen:
- Seien Sie Beobachter und Flaneur.
- Versuchen Sie, unsichtbar zu werden, damit die Menschen sich nicht von Ihnen gestört fühlen. Dazu eignet sich besonders eine kleinere Kamera mit kurzer Brennweite.
- Lernen Sie, Geschehen voraus zu ahnen, um besondere Situationen einzufangen
- Vorher planen: Serie oder Einzelbild?
- Über einen ruhigen Stadtspaziergang ohne Kamera zunächst den Ort kennen lernen und nochmal zum Fotografieren hingehen.
- Eine Straße, einen Platz auswählen und dort einen Tag im Ruhe verbringen, die besten Fotos kommen von selbst zum Fotografen, wenn man sich Zeit lässt und auch Zeit für ein Gespräch mit den Menschen mitbringt.

Der Vordergrund wurde gezielt ausgewählt. Dann folgte geduldiges Warten auf die Protagonisten.
Die Ausrüstung für Street Photography
Eine kleine Kamera, die nicht alle Blicke auf sich zieht, und die man bequem in der Tasche transportieren kann. Ideal ist eine Kamera, die man ganau kennt, um auf alle Situationen schnell zu reagieren. Das schönste Motiv ist sonst weg, während wir noch noch passende Bedienungsrädchen suchen.
Ideale Objektive und Brennweiten
Festbrennweiten mit guter Anfangsöffnung, um auch bei diffusem Licht oder Regen kurze Verschlusszeiten zu erzielen. Wenn Bewegungsunschärfen erwünscht sind, einfach abblenden.
Brennweiten | 24, 28 oder 35 mm (bezogen auf KB) für Übersichten, damit die Straße als Bühne gezeigt wird.
Manuell Scharfstellen | Geht meist schneller und ist oft sicherer als der Autofokus (wenn man es beherrscht – wenn nicht: üben, üben, üben).
ISO-Einstellungen für die Straßenfotografie
Die Einstellung so wählen, dass man allzu lange Verschlusszeiten vermeidet, wenn man keine starken Bewegungsunschärfen haben möchte. Ein bisschen Rauschen schadet meist überhaupt nicht. Viele Fotografen lieben es sogar, wenn Ihre Straßenfotos einen eher rauen Charme vermitteln.

Die Fotografin hat sich offenbar nie ernsthaft mit Street Photography beschäftigt, anders kann man sich diese in weiten Teilen weltfremden Tipps nicht erklären.